Wenn ihr eine gemütliche Wanderung auf den (überlieferten) Spuren Napoleons oder mitten durch den Wald machen wollt, können wir euch diesen Ausflug wirklich sehr ans Herz legen. Monte Grisa mit seiner im brutalistischen Stil der 60-er Jahre erbauten Kirche mit ihrer Geschichte fasziniert uns jedes Mal auf´s Neue – gekoppelt mit dem Spaziergang auf der Strada Napoleonica habt ihr einen halben Tag ganz ohne städtischen Trubel, aber mit einer perfekten Perspektive auf die Stadt :-).

Es gibt einige Möglichkeiten, wie ihr euch diesen Ausflug gestalten könnt, dazu findet ihr am Ende eine Checklist zur Orientierung.

Aber zuvor noch ein paar Infos zu Opicina und zur Strada Napoleonica – Monte Grisa haben wir euch ja hier bereits vorgestellt 🙂

So kommt ihr nach Opicina

Mit dem Bus kommt ihr ruckzuck vom Stadtzentrum zum Obelisco von Opicina:

  • von der Via Fabio Filzi 23 mit der Buslinie 64 bis nach Opicina
  • von der Via Giorgio Galatti mit der Buslinie 2/ bis nach Opicina
  • Mit denselben Linien kommt ihr – wenn ihr zurückwandert, auch wieder in die Stadt

Mit der TPLFVG-App könnt ihr super eure Route planen und auch gleich online Fahrkarten hinterlegen. Eine Anleitung dazu findet ihr hier.

Opicina

Opicina ist ein Triestiner Vorort und liegt direkt an der Grenze zu Slowenien – gut 300 Höhenmeter über der Stadt und dem Meer. Der Name kommt aus dem Keltischen und bedeutet „Felsen“ – gut passend, weil Opicina am Rand des Karstplateuas liegt. Bis vor einigen Jahren war die 1902 eröffnete und ziemlich bekannte und besungene Schienenseilbahn zwischen Triest und Opicina noch in Betrieb – heute sieht man leider gerade noch die Schienen und an der Piazza Casali am Beginn der Via Comerciale kann man noch einen alten Wagon bewundern. Ein paar Schritte weiter ist dann gleich auch eine Busstation für die Buslinie 2, die euch zum Obelisk bringt.

Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Obelisk in Opicina.

Dieser befindet sich nicht im Dorfzentrum, sondern an einem wunderschönen Aussichtspunkt mit Blick auf das Meer und wurde 1830 errichtet: anlässlich des Besuchs von Kaiser Franz I. von Österreich (er war bis 1806 als Franz II. der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und er war der Großvater von Kaiser Franz Josef I.).

Strada Napoleonica = Strada Vicentina

Die Legende sagt, dass diese Straße, die heute zum größten Teil ein Kiesweg ist, von Napoleon 1797 als Verbindung zwischen Vendig und Triest angelegt wurde. Aber historische Beweise gibt es dafür leider keine…

Über rund 3,5 km geht es – von Opicina kommend – parallel zum Meer leicht bergab mit wunderschönen Ausblicken auf die Küsten von Triest, Grado, Slowenien bis nach Istrien. Mit gutem Auge seht ihr auch Piran:-) Beim Obelisken ist die Straße als Via Vicentina angeschrieben, da stellt sich die Frage: warum? Die Antwort ist einfach: sie wurde nach jenem Ingenieur benannt, der sie 1821 verbreitert und teilweise als Straße ausgebaut hat, Giacomo Vicentini.

Wenn ihr bei Felswänden seid, hält Ausschau nach dem Habsburger Wappen mit der Inschrift „Rupibus MDCCCXXI expugnatis Jacob Vicentinius odotectus„.

Hier ein kurzer geografischer Überblick:

Checklist – mögliche Varianten

sonniger Spaziergang über ca. 4,5 kmVom Obelisken in Opicina geht es auf der Strada Napoleonica mit viel Sonne erst über ca. 3,5 km leicht bergab bis ihr zum asphaltierten Teil der autofreien Strada kommt, bei dem links steile Felsen hinauf gehen. Vor dem Parkplatz in Prosecco geht es auf einem kleinen Waldweg über ca. 1 km leicht bergauf, bis ihr bei der Kirche am Monte Grisa seid
Hier könnt ihr euch mit einem Prosecco belohnen und durch den Wald wieder zurück nach Opicina gehen oder mit dem Bus zurück in die Stadt fahren. Der Bus fährt hier allerdings nicht oft, daher solltet ihr das zeitlich vorab planen.
Waldspaziergang über ca. 3,5 kmVom Obelisken in Opicina nehmt ihr nicht die Strada Napoleonica, sondern etwas rechts davon einen Waldweg, der euch direkt nach Monte Grisa führt und etwas kürzer ist, da ihr die Höhe behält und nicht wie auch der Strada Napoloenica leicht abschüssig geht.
Rundwanderung über ca. 8 kmWir haben uns für diese Variante entschieden (um ehrlich zu sein, weil wir die Rückfahrt von Monte Grisa nicht ordentlich geplant hatten ;-)). Das ist ein schöner Ausflug, wenn ihr am Monte Grisa durch das Parkplatz-Ausfahrtstor geht und dann den Weg auf der rechten Seite nehmt, der zugleich einen Teil des örtlichen Kreuzwegs bildet. Hier geht ihr durch den schattigen Wald und kommt beim Obelisken wieder zu eurem Ausgangspunkt zurück.

Ihr könnt jede dieser Varianten entweder beim Obelisken in Opicina oder am Monte Grisa starten. Eine Übersicht über die Wanderung findet ihr auf dieser Karte von discover-trieste.

Wir wünschen euch viel Freude bei diesem Ausflug:-)