Eine kleine Playlist – Musik aus und über Triest

Aerial Sunset View of City Center of Marble Town of Trieste, Italy

Triest in 10 Songs

Unsere Musik-Playlist aus und über Triest

Klassik aus dem 19. Jahrhundert, Jazz, Märsche aus der k.u.k.-Zeit, Volkslieder, Flashmob auf der Piazza Unità und Kabarett zum Schluss. Eine subjektive musikalische Reise durch die Stadt.

Steckbrief auf einen Blick

Tracks
10 Lieder

Genres
7 Stilrichtungen

Zeitraum
1832 bis heute

Gesamtzeit
ca. 35 Min

Plattform
YouTube

Stimmung
persönlich, eigen

Entdecke hier eine kleine Playlist mit Musik aus Triest, in oder über die Stadt komponiert in den letzten Jahrhunderten. Musik ist ja immer auch ein Medium des Gedächtnisses. Sie eröffnet schöne, emotionale, lustige und manchmal auch irritierende Eindrücke über einen Ort. In Triest scheint mir das durch die zahlreichen Schriftsteller, die hier gelebt haben, nicht ganz so vordergründig und damit umso interessanter ☺. Die Liste ist subjektiv und viele Musiker*innen fehlen, wenn ihr Tipps habt, meldet euch gerne bei mir.

Klassik aus Triest

Wir beginnen im Jahr 1832, als Alfred Jaëll in Triest geboren wurde. Er war Komponist und Pianist. Sein Vater war unter anderem Musikdirektor in Wien, ein begabter Violinist und gründete 1839 eine Musikschule in Triest. Seine Frau Marie war eine bekannte Pianistin und Komponistin, mit ihr lebte er später in Paris, wo er hochangesehen war und 1882 starb.

https://www.youtube.com/watch?v=3OKuHLmLGlw

Jazz aus Triest

Auch ein bekannter Jazztrompeter und Flügelhornist wurde in Triest geboren: Enrico Rava. Er wuchs in Turin auf und leitete mit 21 Jahren ein eigenes Quartett. Er wurde mit dem dänischen Jazzpar-Preis ausgezeichnet. Wer sich näher für Enrico Rava interessiert: seine Autobiografie heißt Incontri con musicisti straordinari. La storia del mio jazz ☺.

Marsch aus der k.u.k.-Zeit

Doch wieder etwas zurück in der Zeit, nämlich in die k.u.k.-Zeit. Um 1895 wurde der Viva-Trieste-Marsch vom k.u.k.-Militärkapellmeister Josef Wodrazka komponiert. Hier finden sich Motive aus den volkstümlichen Liedern Heiliges Andenken und Regen und Sonne wieder, und der Marsch gilt als Rarität: er wechselt im zweiten Teil vom 6/8-Takt vorübergehend in den 2/4-Takt und ist dadurch unverkennbar.

Chillout

Zum Runterkommen, perfekt für einen Triestiner Abend auf der Terrasse oder beim Aperitivo:

Volkslieder aus Triest

Mit einem Schmunzeln findet ihr hier mehr als ein Lied. Das erste handelt von der Tram di Opicina, der Bahn, die Triest mit dem Karst verbindet, mag ich sehr. Die anderen drei machen gute Laune und Spaß, auch wenn man normalerweise nicht unbedingt Volkslieder hört 😉.

Flashmob auf der Piazza Unità

Die Piazza Unità d’Italia ist Triests Wohnzimmer. Wenn dort Hunderte plötzlich gemeinsam singen oder tanzen, ist das ein Gänsehaut-Moment. Hier ein Mitschnitt:

Kabarett zum Abschluss

Zum Abschluss ein kabarettistischer Auszug aus dem Programm von Stipsits und Rubey, mit liebevollem Augenzwinkern auf Triest und das Reisen:

Häufige Fragen zur Triest-Playlist

Wer war Alfred Jaëll?

Komponist und Pianist, geboren 1832 in Triest, gestorben 1882 in Paris. Sein Vater war Musikdirektor in Wien und gründete 1839 eine Musikschule in Triest. Seine Frau Marie war ebenfalls Pianistin und Komponistin.

Wer war Enrico Rava?

In Triest geborener Jazztrompeter und Flügelhornist, der in Turin aufwuchs. Mit 21 Jahren leitete er ein eigenes Quartett, später wurde er mit dem dänischen Jazzpar-Preis ausgezeichnet. Seine Autobiografie heißt Incontri con musicisti straordinari.

Was ist der Viva-Trieste-Marsch?

Ein um 1895 vom k.u.k.-Militärkapellmeister Josef Wodrazka komponierter Marsch. Er greift Motive aus volkstümlichen Liedern auf und ist musikalisch ungewöhnlich: er wechselt im zweiten Teil kurz vom 6/8-Takt in den 2/4-Takt.

Wer macht Triest-Kabarett?

In dieser Playlist Stipsits und Rubey mit einem Auszug aus ihrem Programm. Das österreichische Duo greift Reise- und Triest-Themen mit augenzwinkerndem Charme auf.

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